Das Annafest gehört zu den traditionsreichsten Festen in Franken. Gefeiert wird im Kellerwald, an den alten Bierkellern unter hohen Bäumen und die Gäste kommen aus der ganzen Region. Die Stadt wollte wissen, wie sich dieses Fest bewegt: wann die Gäste kommen und gehen, wie voll der Wald zu jeder Stunde ist und welche Wege sie nehmen.
Für das Annafest 2026 hat PARQ im Auftrag der Stadt Forchheim eine Besucher- und Verkehrszählung durchgeführt, an allen Festtagen und jeweils rund um die Uhr.
- Auftraggeber
- Stadt Forchheim
- Ort
- Kellerwald Forchheim, Annafest 2026
- Zeitraum
- Alle Festtage, jeweils rund um die Uhr
- Gezählt
- Besucher je Zugang und Richtung, Verkehr nach Fahrzeugart
- Zählpunkte
- Alle Zugänge zum Kellerwald und die Wege zwischen den Kellern
- Datenschutz
- Auswertung im Gerät, nur Zählwerte verlassen die Kameras
- Ergebnis
- Auswertungsbericht für die Stadt
Die Ausgangslage
Der Kellerwald hat keinen Eingang mit Kasse. Die Gäste kommen über mehrere Straßen und Waldwege, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem E-Scooter. Sie verteilen sich auf viele Keller. Wie viele Menschen gleichzeitig im Wald sind, lässt sich bei so einem Fest sonst nur schätzen.
Für Sicherheitskonzept, Ordnungsdienst und Verkehrsplanung wollte die Stadt deshalb belastbare Werte: für jede Stunde des Fests, getrennt nach Zugang und Richtung. Dazu kam der Verkehr rund um das Gelände, von der Anlieferung am Morgen bis zum Abtransport in der Nacht.
So hat PARQ gezählt
An allen Zugängen zum Kellerwald zählten Kameras jede Person, die das Gelände betritt oder verlässt, getrennt nach Richtung. Weitere Kameras zählten die Wege zwischen den Kellern. Dieselben Geräte erfassten den Verkehr, getrennt nach Autos, Transportern und Lkw, Motorrädern, Fahrrädern und E-Scootern.
Ausgewertet wurde direkt im Gerät. Übertragen wurden nur Zählwerte, verschlüsselt über Mobilfunk. Ein Zähltag endete erst in den frühen Morgenstunden, damit eine Festnacht nicht auf zwei Tage verteilt wurde. Nach dem Fest bekam die Stadt einen Auswertungsbericht mit allen Werten je Tag, Stunde und Zugang.
Was die Stadt jetzt weiß
Statt Schätzungen hat die Stadt jetzt für jede Stunde des Fests Werte. Der Andrang baut sich über den Nachmittag auf und erreicht am Abend seinen Höhepunkt. Sonntags ist es anders: Zum Frühschoppen kommen die meisten Gäste schon am Vormittag. Die Wochenenden tragen den größten Teil des Fests.
Der Heimweg ist deutlich geballter als der Hinweg. Die Gäste kommen über viele Stunden verteilt an, gehen aber zu einem großen Teil in den Stunden um Mitternacht. Über den Hauptzugang an der unteren Kellerstraße läuft ein großer Teil des Fests und eine Gasse wird abends fast nur als Ausgang genutzt.
Auch beim Verkehr zeigt sich ein klares Bild: Die Anlieferung läuft frühmorgens, der Abtransport nach Mitternacht. Bei der Anreise der Gäste kommen Fahrräder fast so häufig wie Autos, dazu viele E-Scooter, vor allem über einen Weg oberhalb der Lützelberger Kurve. Und weil jeder Festtag mit dem Wetter je Stunde hinterlegt ist, lässt sich erklären, warum ein Abend voller war als ein anderer.
Dass die Werte stimmen, zeigt ein einfacher Abgleich: Über das ganze Fest gehen Ein- und Austritte nahezu genau auf. Wer hereinkommt, wird auch beim Verlassen gezählt.
Was die Zahlen im Alltag bringen
Für Sicherheit und Ordnung zeigt die Belegung je Stunde, wann Ordnungsdienst und Rettungskräfte am stärksten gebraucht werden. Die Belegung lässt sich auch live mit einem Schwellenwert hinterlegen; wird er erreicht, geht eine Warnung an die Einsatzleitung.
Für die Wege zeigt die Zählung, wo Beschilderung und Beleuchtung für den Heimweg am meisten bringen. Für den Verkehr, wann Zeitfenster für die Anlieferung sinnvoll sind und wo zusätzliche Abstellflächen für Räder und E-Scooter gebraucht werden. Und die Keller können ihr Personal nach den Stoßzeiten planen.
In Gesprächen mit Einsatzkräften, Ausschüssen und Beteiligten stützen sich Entscheidungen so auf gemessene Werte statt auf Eindrücke.
Ausblick: das nächste Annafest
Mit denselben Zählpunkten lassen sich die Werte im nächsten Jahr direkt vergleichen: ob sich der Andrang verschiebt, ob neue Wege angenommen werden und wie sich Maßnahmen auswirken. In den Daten steckt dazu noch viel mehr, etwa die Standzeiten der Fahrzeuge.
Eine Zählung für Ihr Fest oder Ihre Stadt
Was im Kellerwald funktioniert, geht auch bei Stadtfesten, Märkten und Konzerten, in Innenstädten, auf Messen und an Straßen, etwa für eine jährliche Verkehrszählung. PARQ zählt für Sie, dauerhaft oder befristet. Wo gezählt wird und über welchen Zeitraum, legen wir gemeinsam fest.
Wer zusätzlich das PARQ Parksystem nutzt, zum Beispiel als Kommune, kann die Zählung auch kostenfrei dazubuchen.


