Ein Parkplatz oder Parkhaus ohne Schranke funktioniert über Kennzeichenerkennung: Kameras an Ein- und Ausfahrt erfassen jedes Fahrzeug, der Parkvorgang läuft im Hintergrund, bezahlt wird per App, QR-Code, online oder auf Wunsch am Automaten. Der Verkehr fließt, es gibt keinen Rückstau an der Zufahrt. Mit Schranke kommt dagegen nur das Fahrzeug rein, das rein darf. Die Schranke öffnet für berechtigte Kennzeichen automatisch, ohne Ticket.
Beide Wege schließen sich nicht aus. Sind sie auf einer Fläche kombiniert, nennt man das Hybridparken: Teile der Fläche bleiben frei zugänglich, andere liegen mit eigener Zufahrt hinter der Schranke. Welche Lösung wo passt, hängt an Ihren Parkern, an der Bauart der Fläche und daran, wie streng die Zufahrt geregelt sein soll.
Wie funktioniert ein Parkhaus ohne Schranke?
Jede Ein- und Ausfahrt bekommt eine Kamera mit Kennzeichenerkennung. Beim Einfahren beginnt der Parkvorgang, beim Ausfahren endet er und der Tarif wird darauf angewendet. Wer nicht zahlt, kann 48 Stunden lang online nachzahlen. Danach, oder wenn die erlaubte Parkdauer überschritten ist, geht der Verstoß per Schnittstelle an den Dienstleister für die Verstoßabwicklung.
Die Regeln stehen auf Schildern an der Zufahrt, damit jeder weiß, was gilt: Tarif, freie Zeit, Höchstparkdauer und Zahlarten.
Parkplatz und Parkhaus ohne Schranke: wann das passt
Wenn Sie viele Kurzparker haben, Spitzen abfangen müssen und der Rückstau an der Zufahrt das größere Problem ist, spricht das für Free Flow Parking. Schrankenloses Parken nimmt die Wartezeit vor der Einfahrt, weil niemand anhalten, ein Ticket ziehen oder eine Karte vorhalten muss.
Auch bei mehreren Zufahrten ist die schrankenlose Lösung oft die einfachere: Jede Ein- und Ausfahrt bekommt eine Kamera, der Bauaufwand ist geringer als mit Schranke.
Wann ist eine Schrankenanlage sinnvoll?
Zonen mit Kontingenten, Mitarbeiterplätze und Flächen, auf die niemand ohne Berechtigung fahren soll, sind mit Schranke oder Rolltor besser aufgehoben. Die elektrische Schranke öffnet nur für Kennzeichen, die einfahren dürfen, etwa Mitarbeitende, Mieter oder Parker mit gebuchtem Ticket.
Vorhandene Schranken und Rolltore lassen sich weiter nutzen und über die Kennzeichenerkennung ansteuern, soweit ihre Steuerung das zulässt. Eine neue Schranke kommt nur dazu, wo keine da ist.
Hybridparken: beides auf einer Fläche
Besucher parken frei, die Zone für Mitarbeitende liegt hinter der Schranke: So lässt sich eine Fläche aufteilen, ohne zwei Systeme zu betreiben. Im Portal bleibt es eine Fläche mit unterschiedlichen Zonen und Regeln.
Mit Kontingenten wird die Schranke zur Steuerung: Solange im Kontingent Plätze frei sind, öffnet sie, ist das Kontingent voll, bleibt die Einfahrt zu. So behalten Sie im Griff, wie viele Fahrzeuge einer Gruppe gleichzeitig auf der Fläche stehen.
Im PARQ System
