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Parksystem auswählen: worauf es ankommt

Ein digitales Parksystem verbindet die Erfassung an der Zufahrt, die Regeln, die Bezahlung und die Auswertung. Welches passt, entscheidet sich an Ihrer Fläche, nicht am Datenblatt. Beim Smartparking-Vergleich helfen die richtigen Fragen.

Zeichnung: Laptop, Checkliste und Kamera, Schranke und Automat zur Auswahl

Ein Parksystem ist die Technik, mit der eine Parkfläche betrieben wird: Kameras mit Kennzeichenerkennung an der Zufahrt, auf Wunsch mit Schranke, App, QR-Code, Online-Zahlung oder Parkautomat. Dazu kommt ein Portal, in dem Tarife, Freischaltungen, Zahlungen und Auswertungen zusammenlaufen. Wer seine Parkfläche selbst betreibt, kauft deshalb kein einzelnes Gerät, sondern ein Ökosystem, dessen Komponenten zueinander passen müssen.

Bevor Sie Anbieter und Angebote vergleichen, lohnt es sich, einige Fragen zu klären: Wie sieht die Fläche aus? Soll sie kontrolliert oder bewirtschaftet werden? Wer parkt dort, wie soll bezahlt werden und wer kümmert sich im Alltag um den Betrieb? Die Antworten entscheiden darüber, welche Technik überhaupt in Frage kommt und welche Angebote sich sinnvoll nebeneinanderlegen lassen.

Wie sieht die Fläche aus?

Zahl und Lage der Zufahrten bestimmen, wie viele Kameras nötig sind und ob eine Schranke sinnvoll ist. Eine Parkfläche mit einer Zufahrt lässt sich anders lösen als ein Parkhaus mit mehreren Ebenen oder eine Tiefgarage mit getrennter Ein- und Ausfahrt.

Prüfen Sie außerdem, was baulich schon da ist: Strom an der Zufahrt, ein vorhandenes Rolltor, eine Schranke oder ein Automat aus dem Altsystem. Vorhandene Schranken und Rolltore lassen sich anbinden, soweit ihre Steuerung das zulässt, vorhandene Automaten je nach Hersteller.

  • Wie viele Ein- und Ausfahrten gibt es?
  • Gibt es Strom an der Zufahrt?
  • Sind Schranke, Rolltor oder Automat vorhanden?
  • Wie viele Stellplätze hat die Fläche?

Kostenlos parken oder gegen Gebühr?

Bleibt das Parken kostenlos, geht es darum, wer auf der Fläche steht und wie lange; in der Branche heißt das Kontrolle. Dafür reichen Kameras mit Kennzeichenerkennung und das Portal, ein Parkautomat ist nicht nötig. Das passt zu Flächen, auf denen kostenfrei geparkt wird, aber nur für bestimmte Gruppen oder nur für eine begrenzte Zeit.

Kostet das Parken etwas, heißt das Bewirtschaftung. Dann kommen Tarife und Zahlwege dazu: App, QR-Code, Online-Zahlung im Nachgang und auf Wunsch ein Parkautomat. Eine Schranke ist nur nötig, wo die Zufahrt begrenzt werden soll, etwa für Kontingente oder Mitarbeiterplätze. Beides lässt sich auf einer Fläche kombinieren und später erweitern, wenn aus einer kontrollierten Fläche eine bewirtschaftete wird.

Wer parkt bei Ihnen?

Gäste, Mitarbeitende, Anwohner, Lieferanten und Kurzbesucher haben unterschiedliche Rechte. Ein Parksystem muss diese Gruppen trennen können, ohne dass jemand an der Zufahrt sitzt und entscheidet.

Je klarer Sie die Gruppen vorher beschreiben, desto einfacher lässt sich die Regel später im Portal abbilden: als Tarif, als Freischaltung für bestimmte Kennzeichen oder als Ticket, das vorab gebucht wird.

  • Welche Gruppen sollen frei parken?
  • Wer zahlt nach Zeit, wer pauschal?
  • Gibt es Zonen mit eigener Zufahrt?
  • Soll jemand vorab buchen können?

Wie soll bezahlt werden?

Per Park-App, über einen QR-Code auf dem Schild, online im Nachgang und auf Wunsch am Parkautomaten per Karte, kontaktlos oder Apple/Google Pay, mit dem PARQ Automat A2 auch mit Bargeld: Je mehr Wege offenstehen, desto weniger Rückfragen landen bei Ihnen.

Wichtig ist, dass alle Wege im selben Parksystem zusammenlaufen und Sie eine Ansicht über Umsatz und offene Forderungen haben. Klären Sie früh, welche Zahlarten Ihr Haus ohnehin nutzt, bestehende Anbindungen an Zahlungsdienstleister sparen Abstimmung.

Wer betreibt die Fläche im Alltag?

Ein System kann noch so gut sein: Jemand muss Tarife pflegen, Freischaltungen erteilen und Rückfragen beantworten. Prüfen Sie, wie viele Handgriffe eine typische Woche kostet und wie schnell neue Regeln greifen.

Wer den Betrieb selbst übernimmt, braucht ein Portal, in dem alles an einer Stelle liegt: Parkvorgänge, Zahlungen, Verstöße, Tarife und Auswertungen.

Smartparking-Vergleich: Welche Fragen helfen?

Ein Smartparking-Vergleich wird aussagekräftig, wenn Sie allen Anbietern dieselben Fragen stellen. Entscheidend ist weniger die einzelne Kamera als das Zusammenspiel: ob Erfassung, Regeln, Bezahlung und Auswertung in einem System liegen oder über mehrere Anbieter verteilt sind.

  • Lässt sich vorhandene Technik anbinden?
  • Können Sie Tarife und Freischaltungen selbst ändern?
  • Laufen alle Zahlarten in einem Parkvorgang zusammen?
  • Wie werden Verstöße erfasst und übermittelt?
  • Welche Auswertungen und Exporte gibt es?
  • Lässt sich das System später erweitern?

Weitere Ratgeber.

Wie funktioniert Parken mit Kennzeichenerkennung?Was an der Zufahrt passiert, wie bezahlt wird, welche Daten entstehen und warum kein Parkticket mehr nötig ist.Parkplatz mit oder ohne Schranke: was passt wannFreier Verkehrsfluss oder Zufahrt nur für Berechtigte. Beides hat seinen Platz, auch auf derselben Fläche.Parkplatz-Tarife und Zeitfenster festlegenWie Sie Preise für Kurzparker und Dauerparker so aufbauen, dass sie zur Fläche passen und im Alltag nicht ständig nachjustiert werden müssen.

Ihr Parksystem anfragen.

Ein paar Angaben zu Ihrer Fläche, dann melden wir uns für einen ersten Austausch.

Fragen zum Thema

Jede Ein- und Ausfahrt muss erfasst werden. Eine gemeinsame Ein- und Ausfahrt braucht eine Kamera, eine getrennte Ein- und Ausfahrt entsprechend zwei. Die Zahl der Stellplätze spielt dabei keine Rolle: Eine große Fläche mit einer Zufahrt braucht nicht mehr Kameras als eine kleine.

Bei der Kontrolle erfassen Kameras mit Kennzeichenerkennung, wer wie lange auf der Fläche steht, Parken bleibt dabei kostenfrei oder auf bestimmte Gruppen beschränkt. Bei der Bewirtschaftung kostet das Parken Geld. Dazu kommen Tarife und Zahlwege wie App, QR-Code und Online-Zahlung, auf Wunsch ein Parkautomat. Beides lässt sich kombinieren und später umstellen.

Schranken und Rolltore, die schon da sind, lassen sich anbinden, soweit ihre Steuerung das zulässt, vorhandene Park- oder Kassenautomaten je nach Hersteller. Was weiter läuft, muss nicht ersetzt werden. Ergänzt wird nur, was fehlt. Das hält den Umbau klein und die Fläche während der Umstellung nutzbar.

In der Regel ist das Parksystem rund 30 Tage nach der Bestellung in Betrieb. Die Software selbst ist in wenigen Stunden eingerichtet, sobald Flächen, Tarife und Gruppen im Portal stehen. Wie lange die Montage dauert, hängt vor allem an Masten und Fundamenten vor Ort; den zeitlichen Ablauf stimmen wir vorher ab.

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